Tarifvertrag land schleswig-holstein

27Der Verlust der strukturellen Macht durch die Gewerkschaften kann teilweise durch Organisationsmacht kompensiert werden – dennoch mussten sich die deutschen Gewerkschaften auch hier Erosionsprozessen stellen, die in Streikverlusten (z.B. in Ostdeutschland) und einem Rückgang der Mitglieder- und Repräsentationsdichte seit fast zwei Jahrzehnten gipfelten. Die dritte Kraftquelle von Arbeit und Gewerkschaften ist die institutionelle Macht. Das besondere Merkmal der institutionellen Macht ergibt sich aus der Tatsache, dass Institutionen als Ersatz für die in der Vergangenheit vereinbarten sozialen Kompromisse fungieren. Auf diese Weise wird strukturelle und organisatorische Macht in gesellschaftliche Institutionen integriert (Filgstein 2001). In gewisser Weise funktioniert es analog zur «Dualität» der Struktur (Giddens 1995). Strukturelle und organisatorische Macht sind sowohl «Regeln und Ressourcen» (ebd.: 45) als auch – gleichzeitig – Mittel und Ergebnis kollektiver Maßnahmen. So wird durch diese Institutionalisierung der Macht die Präferenz des kollektiven Handelns der Gewerkschaften vorgeformt. Da Schweden bei der Belagerung von Tönning 1713 seinen Einfluss auf Holstein-Gottorp verloren hatte, konnte Dänemark den gesamten Slesvig wieder dem dänischen Reich unterwerfen; Holstein-Gottorps verlor ihr Land in Schleswig, blieb aber als unabhängige Herzöge in ihrem Teil Holsteins. Dieser Status wurde 1720 durch den Vertrag von Frederiksborg zementiert, durch den die früheren königlichen und herzoglichen Regionen Schleswigs unter dem König vereinigt wurden, während der Herzog Herzog von Holstein-Gottorp unter dem deutschen Kaiser blieb. Der frustrierte Herzog suchte Unterstützung für die Genesung Schleswigs in Russland und heiratete 1725 in die russische Kaiserfamilie.

Die russische Kaiserin Elisabeth starb 1762 kinderlos und ernannte ihren Neffen, Herzog Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorp, zu ihrem Nachfolger in Russland. Als er den Thron als Zar Peter III. von Russland bestieg, wurde Holstein-Gottorp in Personalunion vom Kaiser von Russland regiert, was einen Territorialanspruchskonflikt zwischen Russland und Dänemark verursachte. [3] Dieser Bericht gibt einen allgemeinen Überblick über die Art und Weise, in der die Mitgliedstaaten die Richtlinie 93/104/EG des Rates vom 23. November 1993 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung umgesetzt haben (im Folgenden: Arbeitszeitrichtlinie) [1]. In den meisten Mitgliedstaaten erfolgte die Umsetzung durch eine Vielzahl unterschiedlicher Gesetzgebungs- und/oder Verwaltungsakte und gegebenenfalls durch Tarifverträge (siehe Anhang). Folglich ist es in diesem Bericht nicht möglich, eine umfassende eingehende Prüfung aller nationalen Durchführungsmaßnahmen durchzuführen. Der Bericht wird eine allgemeine Analyse der Lage in den Mitgliedstaaten liefern. Am 18. November 1998 nahm die Kommission ein Paket von Vorschlägen für die Sektoren an, die gemäß Artikel 1 Absatz 3 vom Anwendungsbereich der Richtlinie ausgenommen sind.

[5] Auf der Grundlage des Vorschlags wurde am 21. Juni 1999 die Richtlinie 1999/63/EG des Rates über das von der Vereinigung der Schiffseigner der Europäischen Gemeinschaft (ECSA) und der Vereinigung der Verkehrsarbeitergewerkschaften in der Europäischen Union (FST) geschlossene Abkommen über die Arbeitszeitgestaltung von Seeleuten angenommen.

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